UWS-Geschaeftsbericht-Nachhaltigkeitsbericht-25 - Flipbook - Page 7
B. Wirtschaftsbericht – I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Allgemeiner Teil des Lageberichts 2025
Noch stärker als in den Vorjahren wirkte sich
2025 die Weltpolitik (Angriffskrieg Russlands
gegen die Ukraine, Verhalten der US-Regierung und ihre Zollpolitik, Spannungen im Südchinesischen Meer, Kriege im Nahen Osten)
hemmend auf die wirtschaftliche Entwicklung
aus, so dass das Geschäftsjahr erneut durch
ein herausforderndes Marktumfeld gekennzeichnet war.
Der Anstieg der Verbraucherpreise betrug 2025 nach vorläu昀椀gen Zahlen der
deutschen Bundesbank 2,3 % (Vorjahr
2,2 %). Für 2026 wird mit einem Anstieg um 2,2 % gerechnet. Der Anstieg
der Baupreise für Wohngebäude lag mit
3,2 % im Jahresdurchschnitt abermals
über dem Anstieg der Verbraucherpreise.
Im ersten Halbjahr 2025 hat die Europäische
Zentralbank den Hauptre昀椀nanzierungssatz in
zwei Schritten auf 2,15 % gesenkt. Seit Juni
2025 sind keine Zinssenkungen mehr erfolgt.
Es besteht die Erwartung, dass der nächste
Zinsschritt eine Zinserhöhung sein wird, wenn
auch nicht in naher Zukunft. Lag der effektive Jahreszins für ein Darlehen mit zehn Jahren
Zinsbindung Anfang 2025 noch bei 3,2 %,
sind es Ende 2025 3,8 %. Es wird befürchtet,
dass die Bauzinsen 2026 weiter steigen, was
negative Auswirkungen auf den Wohnungsbau hätte.
Die deutsche Wirtschaft kämpft nicht nur mit
hartnäckigem konjunkturellem Gegenwind,
sondern auch mit strukturellen Problemen. Für
2025 geht man erstmals nach 2 Jahren wieder von einem positiven Wirtschaftswachstum
von 0,2 % aus. Nach den Berechnungen der
Deutschen Bundesbank soll das Bruttoinlandsprodukt 2026 um 0,6 % und 2027 um 1,3 %
steigen.
Die konjunkturelle Dämpfung schlägt sich
auch auf dem Arbeitsmarkt nieder. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im
Dezember 2025 2,9 Mio. Menschen arbeitslos
gemeldet, was den höchsten Wert seit 2010
darstellt. Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 2025 6,2 % und ist gegen über 2024
leicht gestiegen, damals betrug sie 6,1 %.
Die schlechte Konjunktur und die Belastung
der öffentlichen Haushalte für Investitionen
und Verteidigung führen dazu, dass im Bundeshaushalt 2026 Ausgaben von 524,5 Mrd.
€ vorgesehen sind - etwa 21,5 Milliarden mehr
als im Vorjahr. Die geplante Neuverschuldung
in Höhe von 181,5 Mrd. € ist der zweithöchste
Wert in der Geschichte der Bundesrepublik.
Wirtschaftliche Kennzahlen
2025
20 24
Verbraucherpreise
2,3 %
2,2 %
Baupreise Wohngebäude
3,2 %
3,0 %
Arbeitslosenquote
6,2 %
6,1 %
BIP-Wachstum
0,2 %
0,0 %
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