UWS-Geschaeftsbericht-Nachhaltigkeitsbericht-25 - Flipbook - Page 18
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C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht
I. Prognosebericht
Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung in
Verbindung mit den kriegerischen Handlungen in der Ukraine und im Nahen Osten mit
den damit verbundenen Auswirkungen auf die
Rohstoffversorgung, den Welthandel und die
Preisentwicklung, sowie den daraus resultierenden Folgen ist derzeit nur schwer zu prognostizieren. Diese hängen von dem Ausmaß und
Dauer sowie den wirtschaftlichen, energiewirtschaftlichen und sozialen Folgen ab. Quantitative Angaben auf die ökonomischen und wohnungswirtschaftlichen Kennzahlen sind zum
Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts nicht
verlässlich möglich. Die lokale und regionale
Wirtschaft zeigt sich jedoch diversi昀椀ziert und gut
für die Zukunft gerüstet. Für die UWS sind diese
grundsätzlichen Aussichten weiterhin Anlass, an
der Investitionsstrategie der vergangenen Jahre
festzuhalten und die Wohnungsbestände sukzessive zu entwickeln. Modernisierungen und
Instandhaltungen in den eigenen Beständen
werden weiterhin auf konstantem Niveau durchgeführt. Für eine stabile Planung und Fortführung der Investitionen in den Bestand und den
Neubau sind jedoch Rahmenbedingungen bei
Finanzierung und Förderung sowie verfügbare
Handwerkerkapazitäten und ein wirtschaftlich
darstellbares Preisniveau notwendig. Für 2026
sind im Wirtschaftsplan für die Bestandserhaltung rund 27,28 Mio. € veranschlagt, davon ca.
12,8 Mio. € für die Instandhaltung, 1,02 Mio. €
für sonstige aktivierungsp昀氀ichtige Maßnahmen
und ca. 13,46 Mio. € für Modernisierungsmaßnahmen.
Die aktuellen Prognosen gehen davon aus, dass
die Zahl der Haushalte in Baden-Württemberg
und im Stadtgebiet Ulm weiter steigt. Um eine
Entspannung des lokalen Mietmarktes zu erreichen, müsste die gegenwärtige Wohnungsbauaktivität weiter verstetigt werden, auch
wenn dies auf Grund der aktuellen Rahmen-
bedingungen nicht realistisch ist. Aufgrund der
guten Nachfrage nach bezahlbaren frei昀椀nanzierten und öffentlich geförderten Wohnungen
will die UWS in den kommenden Jahren weitere
Neubauten errichten, sofern dies wirtschaftlich
abbildbar ist. Die UWS geht zudem von leicht
steigenden Umsatzerlösen aus der Hausbewirtschaftung aus.
Für die Dekarbonisierung des Gebäudebestandes liegt eine CO2-Strategie vor. Diese sieht
vor, dass der CO2-Ausstoß des gesamten Gebäudebestandes bis 2030 auf 8,6 kg CO2e/m²
und auf unter 3,5 kg CO2e/m² reduziert werden soll. Langfristig soll der Gebäudebestand
in Einklang mit den nationalen Klimazielen ab
spätestens 2045 nahezu klimaneutral bewirtschaftet werden. Die Modernisierungsvorhaben
des vergangenen Jahres, des laufenden Jahres
und der mittelfristigen Planung basieren auf der
vorhandenen Klimastrategie aus dem Jahr 2023.
Die mittelfristige Umsetzung der Ziele zur CO2Minderung soll in absehbarer Zeit überarbeitet
werden. Die aktuell erreichten Erfolge sind im
Nachhaltigkeitsbericht der UWS dargestellt, der
zudem über den DNK zerti昀椀ziert werden soll.
Nach dem Stufenmodell der Aufteilung der
CO2-Umlage nach CO2-Kostenaufteilungsgesetz
sind durch die UWS jährlich rund 12,6 % der
CO2-Kosten zu tragen. Im Geschäftsjahr 2026
wird ein Vermietereigenanteil von 60 T € erwartet, insofern das Stufenmodell des CO2-Kostenaufteilungsgesetzes unverändert bleibt.
Der Geschäftsverlauf 2026 entspricht weitgehend den Planungen des Wirtschaftsplanes.
Für das Jahr 2026 erwarten
wir einen Jahresüberschuss
von 6,8 Mio. €.