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B. Wirtschaftsbericht – I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Wohnungssituation in Ulm
Der Ulmer Mietwohnungsmarkt ist nach
wie vor angespannt. Wichtige Indikatoren
sind steigende Mieten, eine niedrige Fluktuation, ein geringes Angebot und geringe
Leerstände. Insbesondere mittlere und untere
Preissegmente sind betroffen. Dies spiegelt
sich auch in den Kennzahlen der UWS wider.
Die Anzahl der bei der UWS registrierten Interessenten ist mit 4.270 gegenüber dem Vorjahr
(4.486) nur leicht gesunken. Die Fluktuation
ist mit 5,1% ggü. dem Vorjahr (Vj. 5,2%) nahezu konstant. Die Leerstandsquote liegt bei
3,5% (Vj. 2,2%). Der modernisierungsbedingte Leerstand beträgt 1,4% (VJ 1,1%), der 昀氀uktuationsbedingte Leerstand 2,0% (VJ 1,1%).
Der Anteil der rückständigen Mietverhältnisse
ist mit 6,7% (Vj 6,7%) konstant geblieben.
Um der nach wie vor steigenden Wohnungsnachfrage zu begegnen, hat der Ulmer
Gemeinderat beschlossen, durchschnittlich
750 Wohnungen pro Jahr neu zu bauen.
2024 wurden 524 Wohnungen fertiggestellt.
Um durch einen Neubau im geförderten und
preissensitiven Wohnungsmarkt zur Entlastung des mittleren und unteren Preissegments beitragen zu können, ist dauerhaft eine
attraktive und verlässliche Förderpolitik durch
das Land Baden-Württemberg und den Bund
notwendig.
In Ulm wurden gem. Angaben des Statistischen Landesamtes Baugenehmigungen für
213 Wohnungen erteilt. Angesichts der ak-
tuellen Rahmenbedingungen hinsichtlich
Förderkulisse, Finanzierungskosten und Baupreisentwicklung ist derzeit nicht mit einem
deutlichen Anstieg der Bautätigkeit im Wohnungsbau zu rechnen. Die aktuelle Lage am
Ulmer Mietwohnungsmarkt wird sich daher
absehbar nicht entspannen.
Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum wird
in Ulm weiterhin anhalten. Der durch die
Standortattraktivität ausgelöste arbeitsmarktbedingte Zuzug, die migrations- und 昀氀uchtbedingt erhöhte Nachfrage und eine zunehmende Differenzierung der Lebensentwürfe und
Einkommensverhältnisse wird die Entwicklung
des Wohnungsmarktes weiterhin bestimmen.
Die bislang gesetzten Schwerpunkte der
Bestandsmodernisierung, einer familiengerechten Ausrichtung des Angebotes und der
Anpassung der Wohnanlagen an den demogra昀椀schen Wandel sind Basis für die weitere
Entwicklung eines nachhaltig vermietbaren
Wohnungsbestandes. Mit dem Wohnungsbestand und den Neubauten im Mietwohnungssektor sollen für Bezieher mittlerer und
unterer Einkommen, für Familien, Singles und
Senioren, für Ulmer Bürgerinnen und Bürger,
sowie für neue Einwohner der Stadt attraktive
Angebote erhalten und neu geschaffen werden. Die UWS plant, sich auch zukünftig im
Mietwohnungsneubau in Ulm zu engagieren,
wenn dies wirtschaftlich sinnvoll möglich ist.
Die UWS engagiert sich weiterhin für
nachhaltige Bestandsentwicklung und
bezahlbaren Mietwohnungsneubau.